Irgendwie…

.. freu ich mich auch schon wieder auf den Zeitpunkt, wenn die Ferien zu Ende sind.

Ja klar, das Kind ist dann wieder jeden Tag da.

Ja klar, die Routine hat uns wieder.

Ja klar, ich muss jeden Abend warten, bis sie eingeschlafen ist, damit ich etwas machen kann.

 

Aber, ich kann jeden Tag in ihren Haaren schnüffeln.

Aber, ich kann jeden Tag mir ihr blödeln.

Aber, ich kann ihr jeden Tag sagen, dass sie das Wichtigste in meinem Leben ist.

 

2 Wochen noch – dann ist Schluss mit meiner Freiheit.

Juhu!

Bewegt Euren A.

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Ich muss jetzt mal etwas loswerden und zwar zum Thema:

„Wie eine Schwangerschaft den Körper verändert und wie arm wir Frauen nicht sind, weil wir ja gar nix dagegen machen können“.

Mir hängen nämlich all dieses Gejammer und diese Artikel, warum man sich so akzeptieren DARF, wie man jetzt aussieht, zum Hals raus.

Ich gebe zwar zu, dass es grundsätzlich eh OK ist, dass es diese Art von Beiträgen gibt. Und, dass es Möglichkeiten gibt für Frauen, die unglücklich mit sich sind, etwas zu tun, damit es Ihnen besser geht und dazu gehört es wohl sich auszutauschen, wer wo die größeren Dehnungsstreifen hat.

ABER Mädls, ernsthaft, trotz allem muss eines mal gesagt werden:
Wenn ihr unglücklich seid mit eurem Körper ob vor oder nach der Schwangerschaft, dann hilft eigentlich nur eines: Bewegt Euren Popo!

Und bevor mir hier alle erklären, ob ich überhaupt eine Vorstellung davon habe, wie schwer das ist. Ja, die habe ich.
Ich weiß, wie schwer das ist.
Ich weiß, wie wenig Zeit ist.
Ich weiß, wie groß der innere Schweinehund sein kann.
UND ich weiß, wie sch* lang es dauert.

Aber, lasst Euch eines gesagt sein: Es geht.
Es geht auch als Fulltime-Working-Single-Mum!
Es geht nämlich alles, WENN man es will.

Und nein, auch an mir ist die Schwangerschaft nicht völlig spurlos vorüber gegangen: Meine Brüste sind kleiner als früher (das ist wirklich tragisch, wenn man vorher nicht Doppel-D hatte), meine Kaiserschnittnarbe ist nicht besonders schön gemacht und das sieht man leider auch ziemlich gut. Meine Füße sind größer (wohl irgendwie durch das Zusatzgewicht platt gedrückt), meine Haare grauer (und zwar merklich), ich hab da und dort Dehnungsstreifen (wo ich sie definitiv nie wollte) und ich finde sogar, dass sich meine Gesichtszüge verändert haben (das finden meine Freundinnen übrigens auch).

Und genau aus diesem Grund habe ich ein gute und eine schlechte Nachricht für Euch:

Die schlechte Nachricht:
Ja, es ist so. Ein Frauenkörper verändert sich nun mal durch ein, zwei, drei Schwangerschaften und nein, man sieht nicht sofort danach aus wie Heidi Klum (obwohl man ohnehin nie aussieht wie Heid Klum und das vielleicht ja auch gar nicht will,…).

Die gute Nachricht:
Man kann was tun.
Das bedeutet zwar Arbeit, Tränen, Schweiß und dass man ein verdammt gutes Zeitmanagement braucht, dafür freut man sich aber auch und fühlt sich wohl. Und es hat auch eine gewisse Vorzeigewirkung für Eure Kids. Bewegung an sich ist ja nichts Schlechtes, auch nicht für Kinder (das nur mal so nebenbei!).

Und zum Abschluss.

Bitte, hört damit auf, Eure Schwangerschaft(en) als Ausrede für Alles zu nehmen. Es muss echt nicht sein. Und falls doch, na dann steht doch einfach dazu und sagt: Drauf gesch*, ich mag mich so wie ich bin!

In diesem Sinne AUF AUF bewegt Euren A oder habt Euch so lieb wie ihr seid.

Danke und Knicks
jetzt könnt Ihr auf mich losgehen..
Euer Mutterschiff

Der schwarze Peter

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Es ist doch eigentlich so….

Die Mutter…
.. hat irgendwie immer den Schwarzen Peter.
Sie macht die Sache mit der Schule, die Sache mit den Freizeitaktivitäten, von denen sie glaubt, dass sie gut sind für das Kind, sprich sie kümmert sich um Kurse und das Besuchen dieser. Sie kümmert sich ums Früh schlafen gehen, die Manieren und den Ernst des Lebens. Sie besorgt sinnvolle Dinge und Geschenke, die gebraucht werden, achtet auf die richtige Ernährung und die Arzttermine. In Kurz: Sie ist zuständig für den Alltag und die Erziehung und all die Dinge, die sein müssen, aber wenig Aktion bieten.

Der Vater oder auch Second-Hand Papa…
.. hat all die anderen tollen Karten.
Er ist zuständig für die tollen Ausflüge, die super tollen Geschenke, die nicht zwingend gebraucht werden, aber mega cool sind. Er hat diese paar Stunden in der Woche, die mit aufregenden Aktivitäten gefüllt werden können und wo nicht dringend dies und das erledigt werden muss. Er ist der Held und der Hero, der zuhört, versteht und selten etwas verbietet. In Kurz: Er ist zuständig für die Aktion und den Spaß.

Oder irre ich mich da?!

Der Apfel fällt nicht weit vom Pferd

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Ich finde es wichtig, unseren Kindern schon früh ein Gefühl und ein Gespür für unsere Umwelt mitzugeben. Sie zu sensibilisieren und sie ein wenig zu einem nachhaltigen Bewusstsein zu erziehen, ist absolut wichtig in unserer Zeit.

„Klar“, werden sich hier so manche denken, wenn sie das lesen.

„Klar, erzieht sie ihre Tochter ein wenig öko, immerhin arbeitet sie ja auch in dem Bereich. Das muss sie ja quasi.“

Ja, das stimmt.
Ich arbeite im Umweltbereich und ich schätze mein Kind ist allein deswegen schon gut auf gewisse Problematiken sensibilisiert. Ich rede ja auch mit ihr und viel bekommt sie wahrscheinlich allein durch unseren Alltag mit. Ich überlege was wir kaufen und wo wir das tun. Wir reden über Klimawandel, Wasser sparen und Tiere, die vom Aussterben bedroht sind. Wir haben auch schon einen Nachmittag damit verbracht an unserem Lieblingsplatz Müll zu sammeln. Aber, dass mein Kind soooo nachhaltig ist, wie in der folgenden Geschichte, habe ich mir beim besten Willen nicht gedacht:

Tochter:
„Mamaaaaaaaa, Mammaaaaaa. Du sagst ja immer, ich soll Wasser sparen und nicht immer alles laufen lassen, oder?!“

Ich:
„Ja das stimmt. Das ist Wasserverschwendung und das muss nicht sein.“

Tochter:
„Gut. Dann hab ich jetzt eine super Idee:
Ich war gerade am Klo und ich spül jetzt mein „§%&§%&“ nicht runter, weil ich eh weiß, dass du in Kürze aufs Klo musst. Ist das nicht super?
Dann kannst Du einfach drauf machen und dann erst spülen. Dann ersparen wir uns einmal Wasser nachspülen!! Voll cool, oder?“

Ich:
„Jaaaaaaaaaa….
eeeehhhhhh….
aaaaaber…..“
– es folgt stilles Schweigen und eine Mischung aus Umweltstolz, Grausen, Lachen und absoluter Ratlosigkeit, sowie der augenblickliche Gang zur Toilette, um das mit dem Wassersparen nicht ganz so ernst zu nehmen wie mein Töchterchen.

Meine kleine 48 Stunden Regel.

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Nein, ich weiß nicht, wann ich nächste Woche Zeit für ein Treffen habe. Nein, ich weiß noch nicht, wann ich die Schuhe vom Schuster abholen kann, wo sie seit Tagen liegen und fertig sind. Nein, ich habe mir noch keine Gedanken gemacht, wann ich im August das Kind holen kann.

Es tut mir leid. Die meisten dieser Fragen, die mir gestellt werden und ein Zeitfenster von 2-3 Tagen übersteigen, kann ich einfach nicht beantworten.

Nicht weil ich nicht will.
Sondern, weil ich einfach nicht kann.
Ich kann nicht. Echt nicht.

Weil ich mir über Dinge, die gefühlt ewig weit weg liegen, noch keine Gedanken gemacht habe.

Das mag jetzt lächerlich klingen, aber ich hab oft Phasen, da bin ich froh, wenn ich die nächsten 2 Tage auf die Reihe bekomme und nichts vergesse. Mich auf Aktivitäten zu konzentrieren, die erst in ein paar Tagen anstehen, schaffe ich da nicht. Und ich tue es auch nicht. Das wäre nicht effizient.

Und alles was über 14 Tage entfernt ist, wird schlichtweg ignoriert. Das bringt in meinen Augen gar nicht, darüber schon zu reden. Das passt auch gar nicht in meinen Kopf. Ich habe dabei das Gefühl, als würde mir etwas anderes rausfallen, wenn ich darüber auch noch oder schon nachdenken würde.

Da halte ich es doch lieber mit dem Sprichtwort: „One step after the other“.

Das mein ich auch gar nicht böse. Es geht einfach nicht anders, wenn in der Arbeit Supergau herrscht, das Kind kurz vor dem Schulschluss steht und noch ca. 10.000 Dinge vor dem Urlaub zu erledigen habe.

Es geht einfach nicht.

Das könnte mein System durcheinander bringen und mich nur unnötig stressen. Und außerdem bin ich fix der Meinung, es reicht, sich 48 Stunden vorher Gedanken zu machen, wie man A, B, C und D auf die Reihe bekommt. Das ist früh genug und man hat mehr als genug Zeit alles zu checken und zu klären.

Ja so ist das.

Sorry.

Momentaufnahme

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Ich bin 175 cm groß.
Das Kind in etwa 136 cm.

Mein Bett ist 180×200 cm.
Das Bett des Kindes mind. 120×200 cm, wenn nicht sogar 140×200 cm.

Unsere zwei Katzen sind normal groß. Also so Katzengröße halt. Wobei eigentlich sind sie eher klein. Dafür ist eine dick und eine dünn.

Mein Schlafzimmer ist normal groß und das Kinderzimmer eher klein.
Dafür gibt es aber ein großes Wohnzimmer.

Alles in allem trau ich mich sagen:
unsere Wohnung ist nicht klein. Wirklich nicht klein. Eigentlich sogar groß.
Wir sollten also angenehm zu 1,5 bzw. mittlerweile fast 1,75 darin Platz haben.

Jetzt frag ich mich:
Wie kommt es, dass all dieser Platz und die normalen bis großen Größen an Betten, Zimmern und Räumen nicht reichen?

Warum müssen wir ALLE in einem Bett schlafen?
Und wenn wir schon alle in einem Bett schlafen: Warum muss die Katze (dem Himmel sei Dank die dünne!) immer AUF mir liegen, wenn ich einschlafe? Und liegt die Katze nicht auf mir, liegt irgendwann das Kind auf mir?

WAS habe ich bitte falsch gemacht?

 

 

 

Du kannst nicht alles haben.

= meine wichtigste Erkenntnis der letzten 5 Monate.

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Hört sich fast so an, als würde ich erwachsen werden. Brrrrrr.

Aber keine Angst, ich hab immer noch genug Blödsinn im Kopf und werde jetzt nicht sekündlich ruhig, reif und weise.

Fakt ist aber: Wenn man als mehr oder weniger Alleinerzieherin einen Full-Time Job hat, dann geht daneben eigentlich nix mehr. Gar nix mehr. Ok, wenig.

in Full-Time Job und ein Kind bedeutet viel Arbeit in der Nacht.

Das bedeutet wenig Schlaf.

Das bedeutet viel Stress und wenig Reserven.

Resultat: man/frau wird leichter krank.

Anderes Resultat: für die Dinge, die man sonst so gern macht, hat man zu wenig Zeit oder Energie.

So ist es leider. Da lässt sich vorerst wenig daran rütteln.

Ganz ich hab ich in den letzten Monaten trotzdem versucht, so viel nebenbei zu machen, wie nur irgendwie geht.

Sprich neben der Arbeit und dem Kind auch noch ein Sozialleben zu führen, möglichst viel zu trainieren, dann noch die Schreiberei (oh ja, ich schreib auch noch andere Dinge, nicht nur diese Mutterschiff-Geschichten) und hab ich schon erwähnt, dass ich studiere, (zumindest war ich inskribiert das letzte Semester, ob man von studieren reden kann, bin ich mir nicht sicher) und dann ist das noch der Haushalt und die Familie, die ca. 380 km weit weg wohnt.

Dieses Wochenende traf mich aber dann DIE Erkenntnis, für die ich fast auf den Tag genau fünf Monate gebraucht habe:

DAS alles ist ZU VIEL.

Es ist mir schlichtweg zu viel.

Nämlich nicht nur körperlich, auch mental geht sich das alles nicht aus

Für alle, für die das jetzt klingt als würde ich gerade weinend vorm Computer sitzen und morgen ins Burn-Out gehen:

Nein, so schlimm ist es nicht.

Im Gegenteil – mir geht es gut.

Die Erkenntnis war notwendig, damit ich mich ab sofort weniger selber stresse. Ich werde ab sofort weniger Perfektionismus an den Tag legen.

Ich werde die Arbeit nur mehr zu 115% ernst nehmen, nicht 120%.

Ich werde darüber hinaus akzeptieren, dass jetzt nun mal Arbeit angesagt ist und das mit dem Sport, die schönste Nebensache der Welt ist, aber eben nur eine Nebensache (wartet, war nicht etwas anders „die schönste Nebensache der Welt?!“).

Und ich werde ein paar Dinge ruhen lassen und nicht jeden Tag die Welt niederreissen.

Jawohl.

Das werde ich.

Ab sofort.

Für immer.

Gut, ich werde es probieren.

Heute.

Zumindest bis ich ins Bett gehe.

Weil morgen muss ich früh raus. Training und dann Arbeitstermine und dann Lehrergespräch, Schwimmtraining mit dem Kind und der Wocheneinkauf steht an und abends bekomm ich Besuch, wegen dem Sozialleben und……